Polarlicht

Das Magnetfeld der Erde

Wie der Name schon andeutet, ist das Polarlicht in den polaren Regionen besonders häufig zu sehen. Bei ersten Erklärungsansätze vermutete man, daß Schnee und Eis der polaren Regionen das Licht reflektieren würden. Erst 1716 stellte E. Halley den Zusammenhang zwischen Aurora und Magnetfeld fest und wurde später von A. Celsius und O.P. Hjorter bestätigt.

Der geographische Pol ist die Achse, um die die Erde rotiert. Er stimmt nicht mit dem magnetischen Pol, nach dem sich auch die Kompassnadeln ausrichten, überein - dieser liegt auf der Nordhalbkugel ca. 1400km von ihm entfernt. Auf der Südhalbkugel beträgt der Abstand zwischen geographischem und magnetischem Pol sogar ca. 2700km.
Das magnetische Feld der Erde ist keine konstante und immer gleich bleibende Kraft - es unterliegt Störungen und Unregelmäßigkeiten durch Ströme im Erdinnern und durch den Sonnenwind. Dadurch ist das Magnetfeld in ständiger Änderung begriffen und auch die magnetischen Pole wandern. Zur Zeit bewegt sich der arktische Magnetpol pro Jahr etwa 7,5km nach Norden, der antarktische legt in der Zeit ungefähr 10km nach Nordwesten zurück.

Das Magnetfeld der Erde. Quelle des Bildes: sohowww.nascom.nasa.gov

Durch den Sonnenwind - also den Strom geladener Partikel, der beständig von der Sonne ausgeht und auch auf die Erde trifft - wird das Magnetfeld stark verändert. Würde das Magnetfeld der Erde unseren Planeten eigentlich kugelförmig umschließen, so verformt es sich unter dem Ansturm des Sonnenwindes. Auf der von der Sonne beschienenen Tagseite wird es zusammengedrückt (es bildet sich eine sogenannte "Bugstoßwelle") und auf der Nachtseite zu einem Schweif mehrere Millionen Kilometer in den Weltraum hinausgezogen.

Das Magnetfeld hält den für das Leben auf der Erde gefährlichen Sonnenwind aus Elektronen, Protonen und Alphastrahlen von der Erdoberfläche fern. Nur in den Polarregionen gelangen Sonnenwindpartikel tiefer in die Atmosphäre hinein und lösen das Polarlicht aus.