Polarlicht

Wo sieht man Polarlichter?

Wer ein Polarlicht sehen willl, braucht dazu nicht zum magnetischen Pol zu reisen, im Gegenteil: dort ist die Wahrscheinlichkeit nicht einmal sehr hoch. Der geomagnetische Pol ist nur das "Zentrum" des Auroraovals, in dem Polarlichter erscheinen können. Im Zentrum des Ovals und an seinen Rändern sind die Lichterscheinungen eher selten. Durch Veränderungen im Sonnenwind und im Magnetfeld wandert das Auroraoval.

Aurora borealisDas Polarlicht ist im Winter besser zu sehen, da es sonst überstrahlt wird. Obwohl es auch tagsüber besteht, ist es wegen der starken Sonnenhelligkeit jedoch nicht zu sehen. Der skandinavische Winter eignet sich demnach hervorragend für die Beobachtung von Polarlichtern - einerseits liegen Norwegen und Schweden innerhalb des Auroraovals, andererseits überwiegen die dunklen Stunden und erhöhen so die Chance, ein Polarlicht zu sehen.
Ein idealer Beobachtungsort ist zum Beispiel auch die Stadt Yellowknife in Kanada im Winter. Um das Schauspiel am Himmel mit ansehen zu können, zieht es jährlich alleine ca. 12000 Besucher dorthin.

Bei Sonnenwindstürmen, die durch besonders heftige Ausbrüche in der Korona der Sonne entstehen, flackert der Schweif des Erdmagnetfeldes wie eine Fahne im Wind. Dadurch strömen solare Elektronen auch an weiter von den Polen entfernten Gebieten in das Magnetfeld ein und treffen dort auf Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle, die sie zum Leuchten bringen. Nach heftigen Sonnenwindstürmen können Polarlichter bis Florida oder Rom gesehen werden.

Alle 11 Jahre - zuletzt 2002 - gibt es ein Maximum des Polarlichtes, das im Zusammenhang mit den Sonnenflecken, also vermehrter Sonnenaktivität, steht. Die Teilchen brauchen ca. 80 Stunden von der Sonne zur Erde. Nicht jeder auf der Sonne beobachtete starke Ausbruch in der Korona der Sonne führt aber zu mehr Polarlichter auf der Erde, da die solaren Teilchen die Erde auch schlichtweg verfehlen können.